Bei der Bereitstellung hochwertiger Video-Inhalte im Netz stellt sich die Frage nach dem Schutz der Inhalte (Digital Rights Management, DRM) mit einer Technologie, die den höchsten Ansprüchen genügt. Jeder der heute ein Video-On-Demand Portal ins Netz stellt oder ein Event mit (Live) Streaming übertragen möchte, hat dieses Thema auf der Agenda. Die Gratwanderung zwischen den hohen Sicherheitsstandards und einfacher Benutzung ist keine einfache Aufgabe, denn das Thema DRM erfreut sich nicht unbedingt allgemeiner Beliebtheit.
Die Technologie bleibt trotzdem wichtig. Neben der Vorgaben der Anbieter sind auch diverse technologische Hürden zu überwinden. Das gesamte Prozess von der Umwandlung der Video-Inhalte in ein passendes Video-Format (von Blu ray in bspw. VC-1 oder H.264), über Verschlüsselung, Paketierung und Auslieferung bis hin zu Geoblocking und Berichtserstattung ist relativ aufwendig und teuer. Dabei müssen folgende Geschäftskonzepte unterstützt werden: AVOD (Ad based), TVOD (Pay-Per-View), SVOD (Subscriptions), Download-to-rent, EST (Electronic-sell-through / Download-to-own), sowohl die gängigen Übertragungsverfahren (Progressive Download und Streaming), Browser und OS-Versionen.
Als Basis-Technologie zum Schutz der Inhalte in einem solchen flexiblen Szenario dient Microsoft PlayReady Technologie in Verbindung mit Silverlight DRM, einem integralen Bestandteil der Silverlight 3 Technologie. Was ist nun was?
- Microsoft PlayReady ist eine technologische Plattform bestehend aus diversen Komponenten (sog. Device Porting Kit, PC & Server Software Development Kits). PlayReady ist der Nachfolger von Windows Media DRM 10, nun nicht mehr von Windows abhängig, wie der Name verrät.
- Silverlight DRM ist die Logik im Client, die das Abspielen von (mit PlayReady geschützten) Inhalten ermöglicht. Diese Logik ist im Silverlight 3 Plug-In bereits enthalten. Es sind jedoch einige Erweiterungen im fertigen Video-Player notwendig.
Die beiden Technologien bilden eine Symbiose, die die Gesamtlösung ausmacht, sind aber nicht abhängig voneinander. PlayReady kann auch mit diversen anderen Clients auf diversen Devices betrieben werden. Die Lösung mit Silverlight als Client zielt auf Web-Szenarios auf verschiedenen Plattformen ab.
Eines ist dabei zu beachten, was vielfach falsch verstanden wird. Wenn man sich für PlayReady entscheidet, erhält man keine fertige Lösung (out-of-the-box) vergleichbar bspw. mit dem IIS auf dem Windows Server. Man erhält eine Plattform, die als Basis dient. Die fertige Lösung wird auf dieser Plattform konzipiert und entwickelt. Dies hat den Vorteil, dass eine Vielzahl der Szenarien flexibel umsetzbar ist. Dies hat aber auch den Nachteil, dass eine fertige Lösung nicht vorhanden ist.
Uns ging es genauso damals als wir uns für PlayReady entschieden haben. Wir sahen aber als sinnvoll an, eine fertige Lösung zur Verfügung zu stellen, damit weitere Projekte nicht wieder neu entwickelt werden müssen. Die Komponenten haben wir unter dem Namen "SILVERHD DRM" zusammengefasst:
"... SILVERHD DRM is a multiple content protection suite of products for management, distribution, and consumption of protected content like on-demand and live streaming video. The suite consists of the following list of products that can be used stand-alone or in combination to implement tailored Microsoft PlayReady DRM solutions that perfectly meet your needs:
- SILVERHD Server DRM
- SILVERHD Player DRM
- SILVERHD Managed Streaming
- SILVERHD Administrator Help Desk..."
Folgende Übersicht stellt die wichtigsten Komponenten der fertigen Lösung dar:

Hier ist auch ein Download mit weiteren Informationen dazu: SILVERHD_DRM.pdf (176,48 KB)
Der Sinn des ganzen ist die Beschleunigung der Erstellung und Bereitstellung ("Time to Market") von Video-On-Demand Portalen, die mit einer hochwertigen Schutzfunktion ausgestattet sein müssen. Letztendlich kann man diesen Service als eine sog. White Label Lösung für Video-On-Demand Portale betrachten. Mit einem neuen Layout und neuen Inhalten ist man bereits unterwegs.