Neues Jahr, neue Ideen.
Da ich seitens Microsoft als MVP neben .NET auch für das Thema MapPoint ausgezeichnet und dieses Thema in deutscher Sprache relativ selten beschrieben wurde, möchte ich gerne eine Reihe der Beiträge unter dem Namen "Inside MapPoint Web Service" starten. Ich hoffe, es wird euch gefallen. 
Ich möchte auch gleich mit einem Zitat aus dem Beitrag von Johannes Jauch im dotnetpro 11/2003 ("Mit den Karten um die Welt", Seite 132, unbedingt lesen, sehr empfehlenswert!) eine mögliche Verwirrung vorbeugen:
"...Im Gegensatz zum fast gleichnamigen Produkt Microsoft® MapPoint® erwirbt man also keine Software, sondern lediglich die Lizenz zur Nutzung eines Web Services, verbunden mit einem bestimmten Kontingent an Transaktionen..."
Es geht also um die Web Services. Die MapPoint Business Unit vertreibt seit vielen Jahren erfolgreiche Desktop-Produkte unter dem Namen MapPoint. Diese Produkte bilden auch die ursprüngliche Basis der Entwicklung von MapPoint.NET.
Wir beschäftigen uns aber ausschliesslich mit dem Web Service. Alles klar? 
Das Thema XML Web Services hat Christian Weyer grandios belegt - ich sehe hier keinen Bedarf seinen Ausführungen irgendetwas hinzuzufügen. Wer sich für das Thema interessiert (na klar,die Grundlagen braucht man unbedingt), sollte unbedingt seinen Portal besuchen:
http://www.xmlwebservices.cc
Nun zurück zum MapPoint Web Service. Wir schreiben das Jahr 2002, den Monat März...
Mit einer Produktankündigung in seiner Keynote-Ansprache überraschte Eric Rudder, Microsofts Senior Vice President für Entwicklungsplattformen, die Entwickler anlässlich der TechEd in New Orleans. Neben der Sicherheitsinitiative WS-Security wurden auch einige Produktneuheiten vorgestellt. Es war u.a. die Stunde des ersten kommerziellen Web Service von Microsoft: MapPoint.NET wurde feierlich der Entwicklergemeinde vorgestellt. Gleichzeitig mit der Einführung wurden auch die ersten Kunden bekannt - neben Microsofts MSN-Portal und dem Online-Reisebüro Expedia, setzten Firmen wie Tell Me (Telefonauskunft) den neuen Dienst ein. MapPoint.NET war ab sofort übers Internet erreichbar und gegen einer Gebühr (transaktionsorientiert) auch kommerziell verfügbar. Mit MapPoint sollte Unternehmen eine Plattform für die Erstellung von lokalisierten Diensten zur Verfügung gestellt werden, die eine einfache Einbindungen von Landkarten, geografischen Suchen und anderen Lokalisierungsfunktionalitäten in Anwendungen ermöglichen soll. MapPoint.NET umfasste geografische Daten der ganzen Welt, Straßenverzeichnisse für Nordamerika und elf europäische Länder sowie Unterstützung für neun Sprachen.
So weit so gut ... Wo ist nun die Neuerung?
In der Vergangenheit erforderten ortsbezogene Features in Business- oder Kundenapplikationen nicht unerhebliche Investitionen, zum Beispiel für die notwendigen Tools geografischer Informationssysteme oder für hochwertiges
digitales Kartenmaterial. Hinzu kamen natürlich noch Entwicklungskosten für die Einbindung mit meist spezialisierten Programmiersprachen. Nun ist alles viel einfacher geworden. Geodaten werden in Echtzeit beim MapPoint Web Service abgerufen. Zu eingegebener Adresse eines Suchenden liefert Web Service die exakten Längen- und Breitenkoordinaten sowie einen entsprechend großen Kartenausschnitt zurück. Geodaten werden demnach on demand genutzt, so dass die Anschaffung eines kompletten digitalen Atlas’ und dessen periodische Updates überflüssig sind. Die transaktionsabhängigen Nutzungsgebühren bewegen sich im unteren Cent-Bereich. Es ist also auch noch sehr günstig.

So fing alles an. Den richtigen Schub erhielt die MapPoint Business Unit mit der Übernahme von Vicinity, einem auf auf vergleichbare Lösungen spezialisierten amerikanischen Anbieter. Diese Übernahme brachte diverse Neuerungen mit sich, die den Dienst noch attraktiver machten.
Wir überspringen aber schnell die Geschichte und beschäftigen uns mit der Gegenwart.
Der Dienst heisst heute Microsoft® MapPoint® Web Service und ist in der aktuellen Version 3.0 verfügbar.

Die Nachfolgerversion 3.5 ist bereits im Beta-Stadium und wird einige Neuerungen mit sich bringen. Dazu aber später mehr. 
Wer nicht die nächste Folge abwarten kann, kann weiterführende Informationen im Portal zum Thema "Location Based Solutions" holen.
http://www.maps.de