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 Friday, March 13, 2009
Friday, March 13, 2009 1:29:30 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Genau vor 20 Jahren reichte Sir Timothy John Berners-Lee seinen Vorschlag [1] ein und legte somit den Grundstein für die Entstehung des World Wide Web:

"... Information Management: A Proposal
Tim Berners-Lee, CERN, March 1989, May 1990

This proposal concerns the management of general information about accelerators and experiments at CERN. It discusses the problems of loss of information about complex evolving systems and derives a solution based on a distributed hypertext system...."

Die spätere Geschichte is wohl bekannt. Happy Birthday World Wide Web [2]. Und Danke! :-)

[1] http://www.w3.org/History/1989/proposal.html
[2] http://info.cern.ch/www20/

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 Sunday, December 14, 2008
Sunday, December 14, 2008 12:18:00 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Auf der französischen Next-Web-Konferenz "LeWeb 2008" letzte Woche ging einiges schief: SwissCom schaffte es offensichtlich nicht die Internet-Verbindung bereitzustellen und die Heizung fiel aus am ersten Tag. Es schien aber die LeWeb-Besucher nicht weiter zu stören, da die öffentliche Auseinandersetzung [1] zwischen Loic Le Meur [2] von Seemic (und Organizator von LeWeb) und Michael Arlington [2] von TechCrunch, zwei herausragenden Persönlichkeiten der Web 2.0 Szene, die Stimmung ordentlich einheizte.

Worum ging es dabei? Es ging um den Savoir Vivre .. In Europa und in Silicon Valey. Und um den Erfolg. Dabei machte Michael Arlington interessante Feststellungen:

"... But Europe’s persistent background pessimism was out in full force, even at an event full of entrepreneurs. Americans dominated the stage ..."

"... Conference organizer Loic Le Meur (a French entrepreneur who moved to Silicon Valley for his most recent startup Seesmic) says that Silicon Valley moves too fast, and that Europeans enjoy a good two hour lunch just to experience the joy of life... My response, at about 17:40: the joy of life is great, but all these two hour lunches over a bottle or two of great wine and general unwillingness to do whatever it takes to compete and win is the reason why all the big public Internet companies are U.S. based. And those European startups that do manage to break through cultural and tax hurdles and find success are quickly gobbled up by those U.S. companies. Skype (acquired by eBay) and MySQL (acquired by Sun) are recent examples..."

"... Joie de vivre is fine once you’ve sold that startup and have a summer house in the south of France. In the meantime, get to work. Le Web needs more Europeans on stage next year, and it just may be you up there telling the world how you overcame European culture and grew a successful company..."

Loic antwortete darauf:

"... There is a huge difference between being lazy and taking time to know each other. It is one of the main cultural differences I feel everyday as I moved to Silicon Valley: every minute, every coffee, every phone call must have a point. When you call someone in Silicon Valley for anything you will likely get "why are you calling me?" often presented in the polite "how can I help you" formula.."

"... Don't even think about starting a conversation in Silicon Valley by "how was your week-end" or "how are your kids", they all want you to go straight to the point and no time to lose. I never thought inviting someone I really liked to know better to dinner would get me an email from his assistant "why would you like to invite him to dinner?". I do not think europeans are lazy taking the time to know each other and build deep long term friendships that are not limited to business and I do not think this hurts Europe in any way. On the contrary...."

"... It is a mindset that is deep in european roots, just compare how the americans grab a coffee at starbucks and drink it as they walk to enjoying a french café sitting on a terrasse by the Louvre..."

Ich hatte die Gelegenheit beide zu treffen und denke daher, dass hier nicht nur Meinungen, sondern auch die Egos zweier Web-Prominenten aufeinander treffen. Die Auseinandersetzung erinnert mich wieder stark an die dotcom-Zeit. Damals gab es öfter öffentlichen Zoff.

Pauschal etwas zur Diskussion beizutragen ist nicht einfach. Jeder hat ein bisschen Recht mit seiner Feststellung, zum Teil liegt er auch falsch.

Es geht eigentlich nicht um die Arbeitszeit, es geht um die Effektivität. Und hier waren die Europäer bisher nicht schlecht. Die Bayer mit 14 Feiertagen und über 30 Urlaubstagen dürften im Vergleich zu USA mit 4 Feiertagen und 10 Urlaubstagen eigentlich dauernd verlieren. Dem ist aber nicht so. Die Amerikaner haben auch als Urlaubsersatz die "Sick Days" erfunden. Die Franzosen sind laut den Umfragen die effektivsten Arbeiter in Europa, obwohl sie in der Tat eine lange Mittagspause machen.  

Hinzu kommt auch die Tatsache, dass ein so grosses zusammenhängdes Markt wie Nord Amerika, vereint durch die Sprache und zurückhaltende Ansprüche an die Ausarbeitung, Internationalisierung und Design, natürlich unverhältnismässig größere Chancen für einen schnellen Start bietet als die fragmentierten europäischen Märkte. Die Chancen bringen ein zehnfache Investitionsbereitschaft der VCs, Banken und Business Angels. Das fordert die Kreativität.

Der Mut und die Motivation zum Unternehmertum ist in der Tat in USA deutlich ausgeprägter. Dies hat u.a. auch historische Gründe. Als vor ein paar hundert Jahren die ersten Europäer die USA betraten, waren sie bereit Tag und Nacht zu arbeiten und hatten vor etwas zu schaffen. Wer es nicht schaffte, der wurde ermutigt es nochmal zu versuchen... und nochmal. Und irgendwann wurde der Tellerwäscher auch ein Millionär. Es klappt nicht immer, aber immer öfter und die Denke blieb. Auch heute wird Misserfolg nicht verachtet.

Die Europäer dagegen lebten in einer geregelten Welt mit traditionellen Lebensvorgaben, die heute noch gelten. Wenn ein Europäer mit seinem Unternehmen, sprich seinem Vorgaben pleite machte, dann war er sofort in eine Ecke mit den Versagern, den man nichts zutraut, gar kriminellen (man weiss ja nie ...) geschoben. Eine zweite Chance? Vielleicht. Eine dritte? Nee, such dir lieber einen feste Anstellung. Und viele tun es aus diesem Grunde schon von vorneherein.

Wenn ein hiesiger Student sein Studium fertig hat, ist er meistens 26-28 Jahre alt und seine Umgebung erwartet von ihm, dass er sofort eine leitende Stelle mit entsprechenden Gehalt bekommt. Er steht dementsprechend mit Ende 20 und Anfang 30 unter einem enormen Stress. In dieser Situation etwas auszuprobieren ist nicht einfach.

Die Voraussetzungen für Unternehmensgründer in Europa könnten in der Tat deutlich besser werden.

Wie auch immer, das hat viel mit der Tradition zu tun und diese kann man brechen. Es ist leichter zu jammern und die Sachen zu erklären. Die Europäer müssen sich definitiv mehr zutrauen und mehr ausprobieren. Sie müssen lockerer die Sache sehen und daran denken, dass viele auch in USA erst in einem vierten oder fünften Anlauf erfolgreich wurden. Die Begeisterung ist auch ein essenzieller Teil der Kreativität.

Zum Thema Zeit ...

Was US-Amerikaner gern vergessen, ist dass Starbucks in der Tat ein Teil der US-Amerikanischen Kultur ist, genauso wie ein Café mit einer Terasse ein Teil europäischer Kultur ist. Die Europäer passen sich zwar an, weil einiges moderner ist und schneller und anziehender, aber irgendwann vermissen sie das, womit sie aufgewachsen sind. Und US-Amerikaner entdecken die Vorteile einer Terasse, eines guten Restaurants und des Slow Food Ansatzes. Und sie lieben es. 

So virtuell und schnell wie alles heute noch möglich ist, bleiben Menschen doch noch Menschen und das Essen bleibt ein Teil des menschlichen Lebens. Ein wichtiger Teil. Dieser hat nichts mit Reichtum zu tun und ist nicht nur der Elite vorbehalten.

Es hat aber viel mit der Zeitplanung und den Prioritäten zu tun.

Ob ich ein Espresso aus einem Pappbecher unterwegs trinke, oder mir die paar Minuten nehme und aus einer Porzellantasse in Ruhe das Aroma geniese, wird wahrscheinlich nicht alle meine Termine durcheinander bringen und mein Erfolg in weite Ferne rücken. Ich stehe unter ernormen Stress im Beruf und habe eigentlich gar keine Zeit. Aber ist es nicht so, dass ich dafür arbeite, um mir genau das Gegenteil gönnen zu können? Um etwas Zeit für wichtige und angenehme Dinge zu haben?

Multi-Tasking ist einer der Trends in der aktuellen Welt. Man schaut nicht Fernsehen ohne einen Laptop dabei zu haben, man spricht nicht mit Freunden ohne dabei SMS oder ein Status-Update anderen Freunden zu schicken oder zu tweeten und man hat keine Zeit eine längere E-Mail zu schreiben, weil dies Nachdenken erfordert und deshalb die Kommunikation verlangsamt. Das führt zur Oberflächlichkeit, irgendwann zur Sättigung und dem Wunsch nach wenigen dafür intensiveren Kontakten.

Silicon Valley style oder nicht ... Ich bin überzeugt, dass jeder der für zwei Stunden am Tag sein Handy ausschalten, die Status-Updates vernachlässigen und sich ausreichend Zeit für ein langsames Essen und Gespräche nehmen kann, sehr viel davon haben wird.

Und eine Menge zu erzählen.. :-)

[1] http://www.techcrunch.com/2008/12/13/joie-de-vivre-the-europeans-are-out-to-lunch/ 
[2] http://www.loiclemeur.com/english/2008/12/should-michael.html
[3] http://www.techcrunch.com/2008/12/13/le-webs-response-to-techcrunch-censorship/

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 Monday, November 24, 2008
Monday, November 24, 2008 9:18:39 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

In diesem Jahr versuche ich noch rechtzeitig einzugreifen. In vergangenen Jahren [1] [2] war ich offensichtlich etwas spät dran ... Ich hoffe nicht, aber eigentlich ist es mir schon klar - erneut wird der Unheil auf uns zurollen. Der Song "Last Christmas" handelt von einer alten Liebe, die kurz nach Weihnachten wieder erloschen ist. Der Schmerz sitzt dabei immer noch tief.

So auch im echten Leben - am Ende eines jeden Jahres erleiden Tausende, gar Millionenen Unschuldige quallvolle seelische Schmerzen verursacht durch unendlich viele Wiederholungen des Songs. Alljährlich Quälendes Ritual der Pein und Schmerzen...

Dies muß ein für alle Mal ein Ende haben!! Macht mit! Stoppt Wham! Stoppt "Last Christmas"!

Merci vielmals für die Unterstützung. :-)

[1] http://tomicic.de/2005/12/16/PetitionStopWham.aspx
[2] http://tomicic.de/2007/12/20/PetitionStopptWham.aspx

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 Saturday, August 23, 2008
Saturday, August 23, 2008 8:26:33 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Zwei Tools haben mich in letzter Zeit wirklich begeistert. Daher verdienen sie auch eine kurze Vorstellung:

Cooliris (formerly known as PicLens) ist eine kostenfreie Browser-Erweiterung [1], die die Suche nach Bildern und Videos auf gängigen Portalen (Flickr, Youtube, Google und Live Search, etc.) in ein ganz neues Erlebnis verwandelt. Und zwar was für eins... einfache Klasse!

Der erste Eindruck ist gigantisch, die Geschwindigkeit des Nachladens der Bilder imposant. Klar, man kann im Gegensatz zu einem Browser wenig mit den Bildern anfangen (bspw. Zwischenspeichern), aber die reine Betrachtung und Suche kann man kaum angenehmer gestalten wie im 3D-Raum der Cooliris-Erweiterung.

[1] http://www.cooliris.com/

pptPlex ist eine Powerpoint-Erweiterung [2] aus den Microsoft Office Labs. Die Erweiterung ermöglicht eine alternative Darstellung der Powerpoint-Folien, die in ihrer Ausprägung der DeepZoom-Funktionalität von Silverlight 2 ähnelt. Alle Slides liegen auf einer virtuellen Ebene und werden mit wenigen Klicks vergrößert und verkleinert. Die Betrachtung der kleinsten Teile einer Folie, üblicherweise mit ZoomIt dem Publikum präsentiert, werden mit pptPlex zur Standardfunktion.

Abgesehen von den Animationen und Überblendungen bricht pptPlex die übliche Powerpoint-Linearität in einer sehr angenehmen Art und Weise. Für Sprecher, die gerne während des Vortrags die Reihenfolge der Slides verändern, eine mehr als willkommene Hilfe.

Irgendwelche Nachteile? Klar. Die Statik einzelner Slides. Eine andere Art der Präsentation. Umdenken.

[2] http://www.officelabs.com/projects/pptPlex/Pages/default.aspx

PS: Ich würde auch gern Photosynth empfehlen. Aber, diese Anwendung erhält derzeit mit Recht so viel Medienpräsenz, da kann man sich eine Vorstellung auch sparen. Eine tolle Anwendung bleibt Photosynth trotzdem ... :-)

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 Wednesday, February 27, 2008
Wednesday, February 27, 2008 8:52:21 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Der Blog-Eintrag von Miram Meckel [1] brachte mich zum Nachdenken, denn auch mir erging es ähnlich auf meiner letzten Reise. Bereits der Griff zum Stift war eine vergleichsweise nostalgische Erfahrung und die ersten Versuche auf einer Postkarte zeigten die ersten Schwächeerscheinungen. Es kann doch nicht sein, denoch ist es wohl so. Ich wurde digitalisiert und ein Tipper.

Und dabei hat geschriebenes viel mehr zu bieten als gedrucktes. Man liest die Gefühle und die Unsicherheiten heraus, man verbindet die Momente des Glücks und des Erfolgs mit den souveränen Linien auf einem Blatt Papier. Man liest nicht nur die Worte.

Ich kaufe mir ein Notizbuch und werde wieder schreiben. Mit einem Stift. Ich fördere meine analoge Seite.

[1] http://www.miriammeckel.de/2008/02/23/ich-bin-mein-medienwandel/

PS: Ihr Blog ist wirklich empfehlenswert.

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 Thursday, January 10, 2008
Thursday, January 10, 2008 12:48:56 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Während meines Studiums an der FAU Erlangen-Nürnberg dachte ich mehrmals darüber nach, wie es wohl wäre, wenn ich als Student die Gelegenheit bekäme mit den klügsten Köpfen der Erde (bspw. den Nobelpreisträgern) einige Tage zu verbringen, ihre Gedanken zu hören und meine Gedanken in einem Gespräch mit ihnen zu reflektieren. Ich hatte viele Ideen und ich war für die jeglichen richtungsweisenden Hinweise äusserst dankbar. Als junger Mensch braucht man immer einen Rat. 

Wer weiss, vielleicht hätte so ein Gespräch meine Karriere in eine ganz andere Richtung bewegt. Nicht, dass ich mich jetzt über meine Wahl beschweren möchte. ;-)

Es kam aber nicht dazu, die Nobelpreisträger blieben nur die Namen aus der Presse für mich. Was mir verborgen blieb, versucht die Stiftung Lindau Nobel [1] den Studenten zu ermöglichen:

"...Each year, since 1951, 20 to 25 Nobel Prize Winners accept the invitation to a unique meeting on Lake Constance. Some 500 young students come from all over the world to listen to the Laureates’ lectures and to engage in discussions with them. Intermediaries from universities and research institutions select participants based on strict criteria... The Laureates give presentations on topics of their choice. Lively round table discussions in plenary sessions include the audience and are defined by interdisciplinary questions. Specially organized student discussions have students gathered around a designated Laureate per group for several hours in the afternoons. Social events bring the scientific newcomers into personal contact with the Nobel Prize Winners..."

So schade, dass ich damals davon nichts wusste. Eine wirklich geniale Idee und eine bemerkenswerte Aktivität.

Diese Treffen sind für die jungen aufstrebenden Studenenten vom unschätzbaren Wert. Und die Kontakte, die man dabei knüpfen kann - mit den Laueraten und den Studenten aus anderen Ländern, helfen begnadeten Köpfen schnell und zielgerichtet weiter zu kommen. Diese werden sich mit tollen Ideen und neuen Unternehmungen und Konzepten in der Zukunft bedanken. Die Ergebnisse deren Arbeit kommen uns allen irgendwann zu Gute. Diese Initiative ist nicht die einzige, aber eine wichtige und sinnvolle.

"The Lindau meetings have a special emphasis, allowing personal contact between Nobelprizewinners and young scientists. The annual meetings are a forum for encounters and international communication, and in this form are probably unique in the world." Johannes Rau, Former German President

 
Bilder © Lindau Nobel Foundation

Meine Kollegen bei Axinom und ich können den Wert der Bildung nicht genug hervorheben. Die Bildung ist der Grundstein einer jeden gesunden Gesellschaft. Die freie Welt in der wir leben ist unschätzbar wertvoll und wir vergessen zu oft, wie gut es uns eigentlich geht und wie selbstverständlich die Demokratie und die Freiheit eines jeden von uns ist. 

Es sind viele humanitäre und soziale Engagements notwendig um den Fortbestand dieser Gesellschaft zu sichern, allerdings gehört die Investition in die Bildung und die weltweite Vernetzung der Wissenschaftler definitiv dazu. Es ist auch der Grund, weshalb bspw. das Web erfunden wurde. Das Konzept hat sich bewährt.

Deshalb haben wir uns entschieden die Aktivitäten der Lindau Nobel Foundation maßgeblich zu unterstützen und sind ab sofort der offizielle "Benefactor" [2] für die Treffen mit den Nobelpreisträgern. Ein großer Schritt für eine kleine Firma, aber ein richtiger, nach unserer Meinung. Der nächste Treffen, 58. an der Reihe, ist am 29.06.2008 (Physik) und am 20.08.2008 (Betriebswirtschaft) am Bodensee.

[1] http://www.lindau-nobel.de
[2] http://www.lindau-nobel.de/content/view/175/114/

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 Sunday, October 28, 2007
Sunday, October 28, 2007 10:05:40 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Auf dem MVP Open Day gestern in München hatte ich eine interessante Diskussion zum Thema mit Torsten Weber und Andreas Donaubauer, beide MVPs und glückliche Besitzers eines HTC Touch Geräts. Meine Vorgeschichte mit den berührungsempfindlichen Displays ist ziemlich lang. Ich habe fast alle T-Mobile Modelle (MDAs, Varios, etc) ausprobiert und war dem Konzept über die Jahre recht treu. Ich finde es auch Klasse, keine Frage.

Allerdings nach dem Samsung Blackjack habe ich nun die Meinung geändert - ich bin vorerst kein Toucher mehr.

Warum? Die Gründe sind vielfältig und sicherlich zum großen Teil subjektiver Natur, allerdings gibt es einige Themen die mich (persönlich) in der Praxis produktiver machen und das ist der eigentliche Grund. Zumindest geht es mir so.

Inzwischen sind alle Geräte recht schick - Meizu MiniOne M8 sieht sogar genauso wie iPhone aus (links oben am Bild). Man kann die Geräte eigentlich kaum unterscheiden. Eine wirklich unverschämte Kopie ...

Am Beispiel MDA Vario 2 - meine Finger traffen nie auf einem Touch-Display das was ich treffen wollte. Ich musste mehrmals drücken und immer am Ende zwei Hände nutzen. Relativ umständlich. Einige Bekannte liesen die Fingernägel absichtlich länger wachsen um einen Ersatz für den Stift zu haben. :-)

Natürlich, wenn man beide Hände nutzt ist es eine recht spaßige Angelegenheit. Aber spielen will ich eigentlich nicht. Dies kann auch an Windows Mobile liegen, die Menues sind alles andere als optimal für eine Bedienung mit dem Finger. Dies kann bei iPhone anders sein. Oder beim Samsung F700 (da bin ich auch sehr gespannt). Ich lass mich gerne überzeugen.

Die durch Samsung angepasste Bedienung und eine geniale Tastatur beim Blackjack machen es zum perfekten Begleiter für mich. Im Dunkeln kann ich mit einer Hand die Tastatur richtig gut bedienen - der erste Tastendruck schaltet die Lichter hinter der Tastatur an, der zweite sucht bereits automatisch. So kann ich mit 2 Tastendrücken bereits den richtigen Kontakt finden - die Kontakte sind nicht nur alphabetisch, sondern zusätzlich nach Relevanz, Nutzungsdauer und Häufigkeit der Verbindungen sortiert. So auch mit anderen Anwendungen ...

Aber was ich am meisten zu schätzen gelernt habe ist in der Tat die Tastatur. Die Tasten sind immer da, immer sichtbar. Der Druckpunkt ist sehr gut gewählt und die Tasten hochwertig. Nach gewisser Zeit gewöhnt man sich und lernt die Anordnung kennen. Die Aufgaben werden immer schneller erledigt. Oft ohne zu schauen... Das vermisste ich immer bei den Touch-Geräten.

Und am Ende eine tolle News für alle Blackjack fans (wenn es mehr als nur einen gibt ;-)). 

Jetzt bin ich gespannt! :-)

[1] http://www.samsungblackjack.com/
[2] http://www.iphone-news.org/2007/03/05/meizu-m8-meizu-minione-preis/
[3] http://www.europe.htc.com/de/products/htctouch.html
[4] http://www.pcwelt.de/start/mobility_handy_pda/pda_smartphone/tests/85759/
[5] http://de.asus.com/products.aspx?l1=8&l2=0&l3=0&model=1429&modelmenu=1
[6] http://www.letsgomobile.org/de/0945/samsungf700/

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 Tuesday, June 19, 2007
Tuesday, June 19, 2007 4:37:31 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Solche Bestrebungen sind leider weniger bekannt und dafür ist die Sichtbarkeit umso wichtiger. Ich möchte hier eine sehr interessante Organisation und eine bewundernswerte Frau vorstellen: Global Women Inventors & Innovators Network (GWIIN) [1] und Bola Olabisi, die Gründerin und CEO.

Nach Worten der Gründerin widmet sich die Organisation seit 1998 der Förderung der Frauen in der Wirtschaft zum Thema Innovation:

"... I wanted to raise the credibility and the involvement of inventive and innovative women. This can be done by bringing their stories into the spotlight and raising their awareness of the benefits of innovation. Although challenges met by women cannot be generalized and depend both on personal elements and on the context, when it comes to creativity and innovation men still dominate the scene: science, engineering and technology are traditionally men’s fields, and more likely to be linked to their career paths. From my experience as mother of four children and CEO, I am strongly convinced that flexibility to ensure a balance between work and family life is essential. ..."

Das Netzwerk ist sehr erfolgreich und konnte in vergangenen Jahren deutliche Zeichen setzen. Deshalb war der nächste Schritt nur noch eine Frage der Zeit:

"... Some European countries have understood this and are taking appropriate measures, but it is not enough. Sharing best practices between countries is essential. It is in this spirit that I’ve founded the European Women Inventors & Innovators Network (EUWIIN) [2] in partnership with London Metropolitan University: promoting opportunities for exchange for creative, inventive and innovative women across Europe is crucial in order to increase their impact on the innovation and knowledge-based sectors. ..."

Wirklich bewunderswert und als Beispiel mit einer Vorbildfunktion zu verstehen. Es ist nicht einfach in einer männerdominierenden Welt sich als Frau zu behaupten. Oft mangelt es einfach am Durchsetzungsvermögen und der Zielstrebigkeit, die den Männern durch die Erziehung beigebracht wird. Umso wichtiger sind solche Hilfestellungen.

Danke Bola für deine Arbeit!

[1] http://www.gwiin.org/index.html
[2] http://www.euwiin.eu/

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 Wednesday, May 16, 2007
Tuesday, May 15, 2007 11:46:56 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

So sieht die Liste nun aus [1] ... Die Cicero-Liste der 500 führenden deutschsprachigen Intellektuellen. Die mit dem größten Einfluss. Hier die ersten 10:

    1. Joseph Ratzinger, Papst Benedikt XVI. (+13)
    2. Martin Walser, Schriftsteller (+2)
    3. Günter Grass, Schriftsteller (-2)
    4. Harald Schmidt, Satiriker (-2)
    5. Marcel Reich-Ranicki, Literaturkritiker (-2)
    6. Peter Handke, Schriftsteller (-1)
    7. Elfriede Jelinek, Schriftstellerin (+1)
    8. Elke Heidenreich, Publizistin (+4)
    9. Alice Schwarzer, Journalistin (+/-0)
    10. Jürgen Habermas, Philosoph (-4)

Hmmh ... Vielleicht weisst Cicero wieder mehr? Anders kann ich mir die Liste nicht ganz erklären: JR führt, Herr Walser folgt ... Oder sind die vielen Menschen mit dem [größten ... großen ... sichtbar vorhandenen] Einfluss in der Bundesrepublik gar keine Intelektuelle? Es wird wohl so sein.

Thomas Knüwer, Handelsblatt-Blogger und die Nummer 336 in der erwähnten Liste, meinte dazu:

"... Wenn die explorative Einordnung der Geisteskapazitäten von Seinswesen durch die non-emotionale Logik eines Computers erfolgt, bewirkt die sich daraus ergebene Anordnung in Form einer Auflistung eine Mutation der Realität?..."

Klar tut sie. Aber bei der non-emotionalen Logik eines Computers werde ich oft emotional...

[1] http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=1845

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 Sunday, May 06, 2007
Sunday, May 06, 2007 8:05:41 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Twitter.comEnde der Privatsphäre ... oder ein Überfluß an belanglosen Informationen? Aus der allgemein üblichen Fragen "Wo bist du denn? Was machst du gerade? Wo gehst du hin?" wurde ein Portal namens "Twitter" [1]. Jeder kann mitmachen und kurz und bündig, eben SMS-style, darüber berichten (zwitschern) was es gerade tut oder eben bald tun wird. Und sich "Twit" nennen.

In der MIX-Blogzone hatten wir eine längere und gefühlsbetonte Diskussion zum Sinn und Zweck des Portals und der Idee. Es gibt genug Gründe weshalb die Idee nützlich sein könnte (bspw. sich in einer grösseren Gruppe synchronisieren, live berichten), aber es gibt noch mehr Gründe, nicht zulezt die erwähnte Privatsphäre, die gegen dieser Idee sprechen. Ich gehöre definitiv in die "dagegen" Gruppe, vor allem wenn ich [2] oder [3] (zufällig gewählte aktuelle Twits...) lese. Inhaltlich ist es ... nichts für mich im Moment.

Die Tendenz ersichtlich aufgrund des Erfolgs dieser Plattform ist dagegen sehr interessant - eine Kombination aus Twitter, YouTube und Flickr auf einem personalisierten mobilen MySpace. Man sagt "das Web wird reicher" (aka RIA)... Ob das Web es tatsächlich sein wird, das glaube ich nicht unbedingt, allerdings sieht es für die Mobilfunk-Anbieter sehr gut aus. ;-) 

[1] http://twitter.com/
[2] http://twitter.com/rupertofhentzau
[3] http://twitter.com/ckelly

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 Sunday, April 15, 2007
Sunday, April 15, 2007 9:07:32 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Eine Freundin von mir fragte mich, welches Thai-Restaurant in Nürnberg ich empfehlen könnte. Da diese Empfehlung vielleicht noch jemand interessieren könnte, poste ich meine Antwort auch hier. Ich bin subjektiv in meiner Wahrnehmung, daher alle Angaben ohne Gewähr. Meiner Meinung nach gibt es in Nürnberg neben Etage keine richtig gute Thailänder mehr ... die Stadt hat in den anderen kulinarischen Richtungen wesentlich mehr zu bieten. Absoluter Spitzenreiter in Sachen Thaiküche ist für mich die Etage.

Etage

Adresse:

Nürnberg / Großweidenmühlstr. 9

Küche:

Gehoben / Thailändisch

Gastro-Art:

Restaurant

Angebot:

Platzreservierung empfehlenswert.

Plätze:

Gastraum: 30

Öffnungszeiten:

18.00 - 24.00 Uhr. Küche 18.00 - 22.00 Uhr

Telefon - Fax:

0911 / 33 30 02 - 0911 / 300 51 24

 

Viele geben "Iu&On" gute Noten. Für mich ist es einfach überteuert und steril ... Die Restaurants "Sabai" und "Lemongras" reichen nicht an die Klasse von der Etage, die restlichen sind weiter unter dem Niveau und eigentlich miteinander vergleichbar

.

Für die Imbiss-Freunde ist natürlich "Thai-Food" die erste und einzig gute Adresse. Die allerdings nun richtig teuer geworden ist. Gutes Essen und unfreundliche Bedienung für viel Geld.

 

Ausnahmen:

 

Zwar hauptsächlich japanisch hat "Oishi" diverse thailändische Gerichte im Angebot. Die Qualität, die Stimmung und vor allem der Preis stimmen:

Oishii - Sushi & Friends

Adresse:

Nürnberg / Schnieglinger Str. 5

Küche:

Asiatisch / Japanisch / Thailändisch

Plätze:

Gastraum: 50

Öffnungszeiten:

So. bis Do. 11.30 - 14.30 Uhr und 18.00 - 23.30 Uhr, Fr. 11.30 - 14.30 Uhr und 18.00 - 1.00 Uhr, Sa.

Telefon:

0911 / 377 68 83

 

Wenn es nicht unbedingt thailändisch sein sollte, und auch cylonesisch in Frage kommt ... Ich kann Mount Lavinia wirklich empfehlen:

Mount Lavinia

Adresse:

Nürnberg / Jakobsplatz 22

Küche:

Asiatisch / Ceylonesisch / Thailändisch

Gastro-Art:

Restaurant

Plätze:

Gastraum

Öffnungszeiten:

12.00 -14.00 Uhr und 18.00 - 24.00 Uhr. Küche bis 23.00 Uhr

Telefon:

0911 / 22 70 09

 

Eine neue Anlaufstelle für Vietnamesische Küche ist die neueröffnetes Restaurant Sapa - hier gibt es auch einiges für Vegetarier.

Restaurant Sapa

Adresse:

Nürnberg / Regensburger Str. 63

Küche:

Vietnamesisch

Gastro-Art:

Restaurant

Angebot:

Neue vietnamesische Küche und Nem Bar.

Plätze:

Außenplätze / Gastraum

Sonstiges:

Eigener Parkplatz

Öffnungszeiten:

So. bis Fr. 11.30 - 14.30 Uhr und 18.00 - 24.00 Uhr, Sa. 18.00 - 24.00 Uhr

Telefon - Fax:

0911 / 46 98 98 - 0911 / 46 98 99

E-Mail:

info@sapa-restaurant.de

URL:

www.sapa-restaurant.de

Zum Thema vietnamesisch sind auch "Non La" und "Ngango" alternativ zu empfehlen... der Reihe nach :-)

 

Ich hoffe bisschen geholfen zu haben. Bon App!

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 Tuesday, April 03, 2007
Tuesday, April 03, 2007 9:35:46 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Designer-Herzen unter Entwicklern werden wohl bei dieser Nachricht höher schlagen; wie Soma [1] ("... Listening to our community is one of the key drivers for my team, and I assure you that every voice can make a difference...") und Forest [2] ("... As we listened to the 1000s of points of feedback on this decision...") einstimmig berichten, werden die Produkte der Expression-Reihe ab sofort auch im MSDN Paket enthalten sein!

Worum geht es hier eigentlich? Nun, die Produkte der Expression-Reihe [3] sind hauptsächlich für die Zielgruppe "Designer" mit verschiedenen Schwerpunkten (Web, Grafik, Interaktiv) gedacht gewesen. Die Produkte im MSDN (MS Developer Network) Paket [4] sind wiederrum den "Entwicklern" vorbehalten und somit war die Expression-Produktreihe nicht im MSDN Paket enthalten. Aber wieso eigentlich?

Man könnte sich die Frage stellen, was der Unterschied zwischen einem Designer und einem Entwickler ist, was verbindet die beiden und welche Vorteile bieten die Microsoft Produkte gegenüber den Konkurrenzprodukten? Die Antwort auf diese Fragen liegt nicht nur in den Marketing-Broschüren sondern auch auf der Hand. Die Technologien konvergieren und die einzelne Rollen sind nun ein fester Bestandteil eines Entwicklungsprozesses. Weshalb die Gruppen trennen, wenn es darum geht zu integrieren? Eine gemeinsame Basis (.NET Framework und die Beschreibungssprache XAML), integrierte Tools und Prozesse waren Grund genug auch für mich meine Stimme dem ganzen Konzert beizusteuern.  Und es hat geklappt.

Eine sehr praktische und nützliche Richtungsänderung. :-)

[1] http://blogs.msdn.com/somasegar/archive/2007/04/03/listening...
[2] http://keyux.spaces.live.com/blog/cns!343B76C11AF2DD0F!179.entry
[3] http://www.microsoft.com/germany/expression/default.mspx
[4] http://www.microsoft.com/germany/msdn/subscriptions/default.mspx

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 Saturday, March 24, 2007
Saturday, March 24, 2007 4:49:28 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Neben einem Notebook sollte man auf einer Reise auch ein fesselndes, interessantes und kurzweiliges Buch dabei haben. Hier eine Empfehlung für das Buch "Allein mit Shirley" (What a Carve Up!) des britischen Autors Jonathan Coe. Eine politische Satire mit einem Blick hinter die Kulissen der britischen Gesellschaft und ein Krimi zugleich, den es geschehen auch Morde. Die Hauptfigur beschreibt das Leben der Familie Winshaw, deren Mitglieder Bankier, Waffen- und Kunsthändler und Journalisten sind und eigentlich das Schlechte repräsentieren. Das Roman ist scharfsinnig, zynisch, politisch und sehr unterhaltsam. Kurz - Empfehlenswert! ;-)

Allein mit Shirley.

[1] http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492226728/completereview0e

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 Wednesday, March 07, 2007
Wednesday, March 07, 2007 10:28:47 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Da bekannterweise Osaka Restaurant in letzter Zeit immer mehr schwächelt und Sakao mit seinen überfüllten lauten Räumen die Lust am japanischen Essen trübt, war ich in letzter Zeit etwas zurückhaltender. Umso erfreulicher war es festzustellen, dass nun mit "Oishii - Sushi & Friends" ein Newcomer im Johannis den beiden Kontrahenden eine Lektion erteilt. Erfrischende Rollen-Kombinationen und eine gesunde Mischung der thailändischen und japanischen Küche. Gehobene Preisklasse, allerdings mit gutem Service und entsprechender Qualität und Frische. Nur die Coktails sind leider nur eingeschränkt zu empfehlen, dafür das Tee-Angebot.

Restaurant Oishii, Schnieglinger Str. 5, 90419 Nürnberg, Tel: +49 911 3776883

Frech ist natürlich auch die Lage - direkt neben Haru Sushi. Wobei, wenn man zumindest ein bisschen Anspruch hat, kann man auch mit den besten Willen Haru Sushi nicht als eine Empfehlung bezeichnen. Insofern auch keine Provokation, vielmehr eine Bereicherung der Gegend. Am besten erläuterte es Kerstin Möller vom Verlag Nürnberger Presse:

"... Die zierliche Besitzerin des angenehmen Restaurants heißt Parinda Leusser und kommt aus Thailand, ihr Freund und Chefkoch Hai Hoang ursprünglich aus Vietnam, aufgewachsen ist er jedoch in Niederbayern, was seiner Sprache eine melodische Färbung gibt und der Verständigung dient. Und darum sollte man den versierten Koch auch fragen, welche Extra-Gerichte der Saison er aktuell noch auf der Pfanne hat. «Oishii» heißt das Lokal - der Name ist Programm, ganz selbstbewusst. «Oishii» sagt der Japaner, wenn es ihm schmeckt. Also sagen wir zum Abschied leise «Oishii». ..."

 

Zwei Nachrichten, die ich gerade gelesen habe, machten mich nachdenklich ... Es sind nur zwei und ich hoffe, es ist keine Tendenz dahinter. Laut "Feinschmecker" hat...

"... der Michelin-Führer Frankreich fünf neue Restaurants in den Gourmet-Himmel gehoben und mit drei Sternen ausgezeichnet. Damit hat die Grande Nation nun 26 Restaurants vorzuweisen, die der Guide mit der Höchstnote bewertet hat. Insgesamt sind 62 Restaurants mit "neuen" Sternen ausgezeichnet worden, darunter allein 50, die erstmals ein Stern erhalten haben und sieben neue 2-Sterne-Häuser..."

Im Gegensatz dazu lese ich im SPON dass ...

"... in den Top 100 der größten deutschen Gastronomiebetriebe vor allem Burgerketten, Rasthäuser, Tankstellen, Großbäcker und Kaufhausrestaurants dominieren. ... Obwohl der durchschnittliche Deutsche zwei Mal pro Woche essen geht, verlieren der Studie zufolge Hauptmahlzeiten außer Haus an Bedeutung. ... Der Snack auf dem Weg zur Arbeit, die schnelle Mahlzeit beim Einkaufen oder das Take-away-Gericht nach dem Sport werden immer beliebter. ..."

Autsch! Nun, es muss nicht sofort Gastronomique (jawohl, wir haben mehr als nur "Essigbrätlein"...) sein, obwohl ich das Restaurant hier definitiv empfehlen möchte:

[1] http://www.gastronomique.de/philosophie.html

Aber zumindest was "Slow Food"iges sollte es sein:

[2] http://www.slowfood.com/
[3] http://www.slowfood.de/slowfoodmagazin/

Nimmt euch bischen Zeit und unterstützt die hiesige Gastronomie. Kampf den Fastfood-Ketten! ;-)  

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 Saturday, November 04, 2006
Saturday, November 04, 2006 12:25:09 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Es ist das neuntgrößte Land der Welt (2.717.300 km²) mit rund 15 Mio. Einwohner. Seit dem Paläolithikum ist das Land bereits besiedelt. Die Hauptstadt heisst Astana. Die Staatsform ist Republik. Die Währung heisst Tenge. Über 50 Nationalitäten leben hier. Die Rate der Analphabeten ist mit 2,5 % ungefähr so hoch wie in Deutschland. In den 1990er Jahren wurden im Norden des Landes die größten Erdölreserven der letzten 30 Jahre gefunden. Experten schätzen sie auf rund neun Milliarden Barrel.

Belive it or not, Borat meint es nicht ernst. Sein Drehort war ein Dorf in Rumänien, die Musik sind Song-Hybride, gemixt von Musikern, die mit Folklore-Klischees genauso virtuos zu spielen wissen wie er. ;-)

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 Tuesday, October 31, 2006
Tuesday, October 31, 2006 8:29:19 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Man sitzt gemütlich mit einer Tasse Kaffee in Berlin Stadtmitte und versucht seine tägliche Dosis E-Mail einzunehmen... Brav die Stunde WLAN-Zugang bezahlt, sich eingeloggt. Rund 15 Min. später bricht die Verbindung ab. Beim erneutem Versuch wird die Meldung anzeigt:

"... Login wurde abgelehnt da zu viele Teilnehmer diesen T-Mobile HotSpot Zugang nutzen. Versuchen Sie zu einem späteren Zeitpunkt den Zugang. ..."

Die bezahlte Zeit läuft aber weiter. Kein Witz. Lustig ist es sowieso nicht.

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 Monday, October 30, 2006
Monday, October 30, 2006 2:43:01 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

In letzter Zeit war ich so oft unterwegs, da blieb kaum Zeit um neue Restaurants auszuprobieren. An diesem Sonntag nahmen wir uns aber vor mit den Freuden einen Ausflug zum Wöhrdersee zu unternehmen und nach einem Abstecher zur Satzinger Mühle (Kaffee+Kuchen) [1] und einem Spaziergang auch eine Runde Kugelstossen im Snooker-Laden in der Pillenreuther anzuhängen. Es wurde spät, wir hungrig und da fiel die Wahl auf das nächstgelegene indische Lokal "Lakshay" [2]. Unsere Freundin ist eine Inderin, insofern war eine Expertin für die indische Küche mit von der Partie.

Das Restaurant "Lakshay" ist ein überwiegend nordindisches Restaurant, wie wohl die meisten in Deutschland, mit einem wirklich umfangreichen Menue. Im Gegensatz zu "Tadsch Mahal" (viel Geld für wenig Genuß, nicht hingehen!) werden die Gerichte traditionell serviert, auf Wunsch europäisch. Zusätzliche ayurvedische und Moghul Spezialitäten runden die Karte auch für die Vegetarier ab, denn die nordindische Küche ist vorwiegend für die Fleischgerichte (z.B. Hünchen im Lehmofen aka Tandoori) bekannt. Gut, Ayurveda stammt aus der heiligen Hindustadt Varanasi [3], die auch im Norden liegt. Trotzdem ist international der Lehmofen etwas bekannter ...

Die Empfehlung unserer Freundin fiel auf Thali (Teller) in verschiedenen Variationen und Paaner (hausgemachter Frischkäse). Ich entschied mich für die hauseigene "Lakshay Thali" Mischung (Nr 21, eine Zusammenstellung verschiedener vegetarischer und Fleischgerichte) mit einem obligatorischen Mango Lassi (Milchgetränk) und einem zusätzlichen Ghee Naan (Weizenbrot mit indischem Butter bestrichen). Die Gerichte werden in kleinen Schällchen serviert. Genauso wie ich bei meinem letzten Ausflug nach Asien geniesen durfte, die Erinnerungen wurden wach. Als Abschluß diente ein Masala Chai (Tee mit Milch und Gewürzen). Unsere Gastgeber servierten eine Schale mit Körnern, Gewürzen und zerkleinerten Blättern als Digestif.

Ich verlangte indisch scharf und bekam es dann auch, einfach perfekt. Die Gastgeberin erzählte, dass ihr Schärfegrad in Deutschland unter europäischem Einfluß leidet und sie selbst nun auch mildere Gerichte bevorzugt. Für Südinder lässt sich dennoch was passendes finden.

Es hat prima geschmeckt. Die Gerichte kommen den Ursprungsgerichten recht nahe (übereinstimmende Meinung) und sind preislich in einem sehr gut abgestimmten und angenehmen Rahmen. Der Service stimmt und am Ambiente können die Gastgeber noch bischen arbeiten. Dennoch ist das Lokal sehr empfehlenswert, denn - bessere indische Küche ist in der Metropolregion Nürnberg nicht zu finden!

[1] http://www.satzinger-muehle.de
[2] http://www.lakshay.de/
[3] http://en.wikipedia.org/wiki/Varanasi

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 Tuesday, July 18, 2006
Tuesday, July 18, 2006 9:55:04 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Natürlich rein subjektiv wähle ich meine guten Freund Dirk Paessler zum "Photoblogger des Jahres". Ich habe mir heute früh seine Bilder angeschaut und bin restlos begeistert. Neben seinem Blog [1] findet man auch bei Flickr eine Sammlung der sog. High Dynamic Range Fotos [2] und Panoramaplaneten [3] erstellt aus den Fotos, die Dirk auf seinen Weltreisen aufgenommen hat.

Prädikat: Absolut sehenswert! ;-)

HDR - Iceland Landscape

[1] http://www.dirkpaessler.com/blog
[2] http://www.flickr.com/photos/dirkpaessler/sets/72057594136352890/
[3] http://www.flickr.com/photos/dirkpaessler/sets/72157594161325852/

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 Thursday, June 08, 2006
Thursday, June 08, 2006 10:45:36 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Ruhig war es in diesem Blog in den vergangenen Tagen, denn ich weilte in der Offline-Welt. Einer in der noch überwiegend mit dem Stift und Papier gearbeitet wird, wo PDAs und Notebooks überraschenderweise selten anzutreffen sind. Einer in der die Präsentationen ausgedruckt und verteilt werden. Back to the roots für einen Geek. Gut, es muß auch mal sein...

Es war wieder Zeit nach Brüssel zu gehen und unseren EU-Parlamentariern ein Besuch abzustatten. Aufgrund einer erneuten Einladung wurde mir die Ehre zuteil eigene Sicht zu verkunden und die Gedanken derer, die über unsere Zukunft maßgeblich entscheiden, zu vernehmen. Viele Treffen, viele Gespräche, ein gegenseitiger Austausch und nicht nur eine (zum zweiten Mal) einmalige, sondern in vielerlei Hinsicht auch eine unerwartet lehrreiche Erfahrung. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

 
Abbildung: Eingang in das EU-Parlament (aufgenommen mit MDA Vario)

Es ging in diesem Jahr hauptsächlich um die Vorgaben des Lisabonner Abkommens, die Herausforderungen für die europäische Informationsgesellschaft und den Standort Europa sowie um die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovation. Während sich der EU-Kommissar Barroso mit den Weltreligionen auseinandersetzte, widmeten wir uns dem IT-Sektor und den Belangen der SMEs (Small & Medium Sized Enterprises). Es gab viel zu besprechen. 

"... 20 million small and medium sized enterprises (SMEs) are the backbone of the European economy. They represent 99% of all enterprises in the EU and provide around 65 million jobs. They create wealth, foster new ideas and are a key source of new jobs. ..."

Eines vorweg: ich muß ehrlich zugeben, dass mich die Kompetenz der Mitglieder der EU-Kommission, insbesondere der Generaldirektion für die Informationsgesellschaft, wirklich beeindruckt hat. A propos EU-Parlament - ich bleibe bei meiner Meinung, die EU-Kommission ist was anderes... Ein Problem (siehe ganz unten) ist die mangelnde Information und die Sichtbarkeit der SMEs. Hier ist viel Nachholbedarf notwendig.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die eine wesentlich pragmatischere Vorgehensweise bevorzugen, aber leider die Spielregeln einhalten müssen. Mein Eindruck war eindeutig, dass es nicht an der Kompetenz der Mitarbeiter mangelt sondern eher an offensichtlich verkrusteten Strukturen und der Fragmentierung des europäischen Markts liegt, wenn wir den US-Amerikanern in diversen Bereichen nicht unbedingt Parolli bieten können. Europa wird oft und gerne mit USA verglichen, wobei dieser Vergleich zwar berechtigt aber auch etwas unfair ist.

Der europäische Standort weist einige (zu bekämpfende) Schwächen auf:

  • fehlende Investitionsbereitschaft - in USA sind rund 20 bis 30 Mal mehr Investoren (pro Einwohner) vorhanden als in Europa.
  • mangelnde Gesetzeskonformität über Landesgrenzen hinaus - noch sind wir in Europa weit davon entfernt eine europäische Gesetzesgebung zu haben.
  • die Sprachbarrieren - nicht jeder spricht English und berechtigter Weise will nicht unbedingt jeder eine gemeinsame Sprache sprechen. Die kulturellen Unterschiede bei Seite: wie sich ein Franzose in Norwegen bei einer Besprechung in der Sauna fühlt, hat der bisherige Renault-Manager in seinem Buch unterhaltsam erklärt ... wenn ich noch wusste wie er hies.
  • fehlende Bereitschaft für den Umzug - die Amerikaner ziehen gerne um, von der Ost-Küste nach New York um ein Jahr später nach Florida zu ziehen. Die Europäer sind nicht so flexibel und sind auch innerhalb des Landes weniger mobil. Gut, manche mehr, manche weniger ...
  • die deutlich höhere Angst vor dem Versagen ... ein Beispiel aus USA: der Gründer von "Domino's Pizza" [1] hatte sein Imperium im fünften Versuch aufgebaut, vier mal scheiterte er vorher mit der selben Idee. Die Erwartungen in Europa sind deutlich härter, die Unternehmer kriegen es sowohl gesellschaftlich als auch gesetzlich zu spüren, wenn es mal nicht laufen sollte...

um nur einige der Schwächen zu nennen ... Natürlich hat der US-Markt auch Schwächen, aber es geht nicht darum "warum nicht USA?" sondern "warum Europa?". Was kann man unternehmen und wie kann man die Motivation steigern?

Eine gute Grundlage bieten die Forschungsergebnisse, die in der Praxis umgesetzt werden können. Pragmatisch betrachtet: die Forschung ist die Umwandlung des Geldes in die Ergebnisse, die Innovation ist die Umwandlung der Ergebnisse in das Geld. Dem nicht unbedingt entgegen kommt in vielen Ländern der sog. Hochschullehrerprivileg, der (Aus)Gründungen erschwert. Bisher galten Professoren als "freie Erfinder". Sie konnten mit ihren Ideen tun und lassen, was sie wollten - meistens ließen sie es. Die Institute hatten hier keine Handhabe. Obwohl beispielsweise Skype eine (aus Unternehmersicht betrachtet) erfolgreiche (europäische) Story darstellt, wurde Skype nicht wie Google aus dem akademischen Umfeld heraus mit der Unterstützung der Universität gegründet. Der Stanford-Universität hat die Beteiligung gute 300 Mio. $ gebracht, eine Summe die einige neue Aktivitäten verspricht. Und die Finanzierungsproblematik entschärft. Aber es tut sich hier auch was ...

Ohne grossartig weiter in die Details einzugehen, möchte ich eine sehr interessante Initiative erwähnen, die gerade während meines Besuchs ins Leben gerufen wurde:

Fostering the competitiveness of Europe's ICT industry: Commission launches Task Force
Brussels, 6 June 2006

The information and communication technology (ICT) sector is a key contributor to growth in the EU. Meeting for the first time today, the new Task Force – launched by the European Commission – will tackle barriers to competition and the competitiveness of the ICT sector. Today’s meeting kicks off a 5-month debate on challenges to ICT producers and users, in particular on the challenges and opportunities created by the convergence of digital networks, content and devices. It will identify major obstacles for competitiveness of Europe’s ICT industry and for the completion of the internal market for this sector. The Task Force will recommend possible policy responses. It will deliver its report to the Commission by the end of the year. The ICT Task Force is composed of high-level representatives of the ICT industry and of civil society. This is one of several Commission initiatives that aim to help create a more favourable environment for business in the EU.

Es tut sich also einiges in Brüssel und erfreulicherweise vieles davon ist m.E. sehr sinnvoll.

Was ich aber gespürt habe ist die schwache Stimme der SMEs in EU-Parlament. Es würde sicherlich viel helfen, wenn die Geschichten, Wünsche und Bedürfnisse der SMEs auf dieser Ebene sichtbarer werden. Die Statistik ist wichtig, aber die Zahlen sind oft nicht ausreichend.

[1] http://www.dominos.com/

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 Friday, June 02, 2006
Friday, June 02, 2006 9:14:07 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Unsere Katrin hat es mehr als verdient. Glückwunsch und Danke!!

"... Zum sechsten Mal zeichnete am Abend das Grimme Institut aus Marl lobenswerte Web-Angebote aus. Sieger des Abends waren die Macher des Internet-TV-Formats Ehrensenf, die gleich zwei der begehrten Trophäen mitnehmen durften..."

[1] http://www.ehrensenf.de
[2] http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,419481,00.html

 

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 Wednesday, May 31, 2006
Wednesday, May 31, 2006 11:42:08 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

...und hier ist die langerwartete Reaktion [1]. Vorsicht, ziemlich langer Post. Man kann einiges über PR aus diesem Post lernen, ich glaube einige Personen haben beratend an seiner Antwort mehrere Tage gearbeitet:

"...  And while I'm disappointed in the vitriol and personal attacks and the failure to engage in real conversation, I'm also aware that the passion you have all expressed says something powerful about how important O'Reilly is to you, and how much you expect of us. ... Your passion also says something powerful about the nerve we struck with the term Web 2.0. We're delighted that it has come to mean so much to so many people, and we want that enthusiasm to continue... We got the message loud and clear that the water here is muddy. But I don't think that anyone deserves the kind of abuse that's been flying around here. Thanks for your patience while we come up with a solution..."

Fast perfekt, bis auf folgendes ...

"... He did call CMP to talk to the lawyer who wrote the letter, but he never tried to contact me. While he acknowledges that the letter was from CMP, he used O'Reilly's name in the headline and repeatedly throughout the piece for maximum net impact. So while we owe Tom an apology for heavy-handed tactics, I think Tom owes us an apology for the way he responded...."

Natürlich ist es wesentlich angenehmer, wenn alles informell und per E-Mail, gar "unter uns", geklärt werden kann. Es sollte auch so sein... So bekam Tim auch ein "Best of luck with your event" einerseits, aber auch eine eindeutige Aufforderung andererseits. Man kann ihm seine Schlussfolgerung nicht einfach verübeln. So wie Tim sich auf die "emotionslosen Business-Schlussfolgerungen" bezieht, hat Tom auch die Freiheit diese in seinem Interesse anzuwenden. Er hat auch nichts falsches oder verbotenes geschrieben, sonst hätte er das schon längst von seinem Blog entfernen müssen. Ob es eine feine Art gewesen ist, bleibt fraglich. Ein nettes Wörtchen von Tom könnte schon klärend helfen.

Andererseits war Tim im Urlaub und nicht mal für eigene Mitarbeiter erreichbar. Die Anwälte hatten sich auf seine Veranstaltung bezogen und haben, wie die PR-Chefin es auch bestätigte, mit seinem Wissen gehandelt. Die Regierung kriegt es eben zu spüren, wenn die BND auf die eigene Faust handelt.

Die Geschäftspraktiken von O'Reilly sind in Allgemeinen vorbildlich und auch der Umgang mit der Community. Ich schätze sehr, was das Unternehmen tut und arbeite sehr gerne mit O'Reilly zusammen. Und ich bin überzeugt, dass es sehr viele genauso sehen. Ich bin überzeugt, dass die ganze Geschichte dem Unternehmen nicht schaden wird.

Die Art und Weise wie manche Kommentare geschrieben worden sind bestätigt wiederum nur die Aussage, dass noch nie so viele Menschen geschrieben haben. Auf einer Massenveranstaltung bedienen sich die Menschen gerne einer vulgären Sprache. Diese verstärkt deren Aussagen in eigenen Augen und bringt die Meinung auf den Punkt. Diese kulturelle Erscheinung, das auf Nachahmung oder einem anderen nicht genetisch bedingten Vorgang beruht, wurde schon mehrfach untersucht. Und die oft erwähnte Blogosphäre ist eine Massenveranstaltung des höchsten Ausmaßes.

Wenn die Masse als ein Individuum betrachtet qualitativ hochwertige inhaltliche Entscheidungen treffen könnte, wären nicht alle Fernsehprogramme mit "Big Brother" & Co. gepflastert und DieterB wäre nicht ein Bestseller-Autor.

"... The flap about the Web 2.0 Conference trademark has shaken my faith in the collective intelligence of the blogosphere... "

Allerdings liefert auch wieder nur die Masse statistisch relevante Aussagen, die (sinnvoll reflektiert) eine subjektive Sichtweise vielleicht in eine deutlich objektivere verwandeln können - aus:

"... No one was using the term "Web 2.0" with its current meaning before we launched the Web 2.0 conference in October 2004 ... "

wäre vielleicht folgendes geworden:

" ... We invested so much in making this term common on a worldwide scale and therefore we deserve some ROI ..."

Das ist auch nicht verwerflich, denn so ist das Markengeschäft - FCFS, wenn es schützenswert ist. Es klingt aber nicht so heldenhaft. Ein Hype kann weder Weltfrieden bringen noch Hunger in der Welt besiegen, aber richtig eingesetzt eine Menge Geld bringen. Und das gönnt man Helden nur selten..

[1] http://radar.oreilly.com/archives/2006/05/web_20_service_mark_controvers.html

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 Monday, May 29, 2006
Monday, May 29, 2006 2:47:18 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Nicki Wruck, besser bekannt als der Mastermind hinter berühmtberüchtigter Tageskonferenz ICE200x, hat seine volontäre Aktivitäten um einen humanitären Teil erweitert und ruft gemeinsam mit seiner Frau Christine zur Community-Spende für Kinder auf.

Die "com for children" ist eine Initiative um denjenigen zu helfen, die wirklich hilfsbedürftig sind - den Kindern, den schlimmsten Opfern von Hunger und Armut. Mehr über die Aktion kann man unter [1] nachlesen. In diversen Hilfsaktionen in der Vergangenheit habe ich folgendes gelernt: es ist nicht einfach richtig zu spenden, noch viel komplizierter ist es tatsächlich den Bedürftigen zu helfen. Viel zu oft findet das Geld nicht den richtigen Weg, ob wegen administrativen oder lokalen Gegebenheiten.

Da aber Christine und Nicki sich für diese Initiative verantwortlich zeichnen, mache ich mit Freude mit. Denn ich bin mir sicher, dass alles wie erwartet verlaufen wird.

[1] http://www.comforchildren.de

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 Thursday, May 25, 2006
Thursday, May 25, 2006 7:16:57 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

"The Da Vinci Code - Sakrileg" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Dan Brown (ich schrieb darüber [1], annähernd 50 Millionen verkaufte Exemplare weltweit, über zwei Jahre unterunterbrochen in der Bestellerliste der New York Times) mit erstklassigen Schauspielern Tom Hanks, Audrey Tatou, Jean Reno und Alfred Molina (u.a.). Das Buch ist eine Zusammenstellung von Fakten, Visionen, Halbwahrheiten und skandalösen Behauptungen, durchaus anspruchsvoll und detailreich in eine spannende Geschichte verpackt. Ich gebe zu, es ist auch schwer so ein Buch zu verfilmen.

Was ist toll? Genialie Schauplätze, tolle Schauspieler. Jean Reno ist der perfekte Polizist, Alfred Molina braucht gar nichts zu sagen um seine Rolle zu verkörpern. Paul Bettany als der Mönch Silas, der Engel von Opus Dei, ist einfach perfekt und die wahre Entdeckung des Films.

Was ist nicht toll? Die spannende Handlung aus dem Buch ist in dem Film nicht zu spüren, oder ganz wenig. Tom Hanks hätte viel mehr aus Langdon rausholen können. Audrey ist und bleibt die süsseste Verführung seit der Bier-Werbung "Lieber 'arald...". Obwohl sie die Rolle anders verkörpert, als ich diese im Buch erlebt habe. Es wäre schön, wenn ihr Charakter etwas mehr in Vordergrund käme. Und wo ist die Liebesgeschichte geblieben? Schade ...

Trotzdem bleibt dieser Film sehenswert nicht nur wegen der vielen Fakten und der durchaus interessanten Geschichte. Mehr als zwei Stunden lang kurzweilig und unterhaltsam.

Es ist ein guter Thriller. Es ist aber kein besonders guter und sicherlich kein phantastisch guter Thriller und wird somit den unheimlich hohen Erwartungen nicht gerecht. Aber muß es auch sein? Natürlich nicht. Das Buch gehört auch nicht zur ersten Liga der Literatur, Dan Brown könnte einiges an seinem Schreibstill verbessern. Die Spannung macht es eben aus und die dazugehörigen publikumswirksamen Themen. Ich kann mir auch vorstellen, was die Kirche an diesem Film (wohl auch dem Buch) nicht unterhaltsam findet. Dem Publikum wird allgemein verständlich vor den Augen geführt welche Rolle die Frauen in der katolischen Kirche und der dazugehörigen Welt haben. Opus Dei inbegriffen.

Höchstwahrscheinlich werden einige WM-Besucher aus USA einen Abstecher nach Paris machen um die Schauplätze zu besuchen und den heiligen Gral zu entdecken. Zur Freude des französischen Touristbüros. ;-)

Wertung: 6 von 10 Punkte (5 für die Spannung, 6 für die Schauspielleistung, 7 für die Geschichte und die Schauplätze)

[1] http://tomicic.de/EinCodeWirdGeknacktDanBrownUndTheDaVinciCode.aspx
[2] http://www.sonypictures.com/movies/thedavincicode/

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 Thursday, May 11, 2006
Thursday, May 11, 2006 10:38:20 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Eine aktuelle Nachricht bewog mich folgende Geschichte zu erzählen und eine der grossartigsten Anwendungen aller Zeiten (rein subjektiv) zu erwähnen. Diese Meinung bekam ich aber erst viel später.

Ich kann mich daran so gut erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Dennoch kommt es mir heute so vor, als inzwischen mehr als hundert Jahre vergangen ist. Mein erster Tag in einem Großrechenzentrum, ein Treffen mit einer UNISYS-Maschine. Groß, grau und laut. Vollkommen steril. Irgendwie gruselig. Ich bekam einen Platz an einem Terminal und eine Aufgabe - die COBOL-Programme sollten überarbeitet werden.

Meine Frage nach einem Editor wurde mit einem schallenden Lachen erwiedert: "Du sollst Wi-Eeei nutzen...". "Wi was??", dachte ich mir ... Nun ja, wer nicht fragt ... Kurze Zeit später befand sich auf meinem Arbeitstisch ein Stapel gedruckter Anleitung... Wie damals üblich, mit einem Matrix-Drucker gedruckt, kaum lesbar ... Auf jede Buchstabe des Alphabets folgten mehrere Zeilen kryptischer Beschreibung. Was solls, ich holte mir einen Kaffee und vertiefte mich in die spannende Literatur... Nach einem dritten Kaffee war ich dann soweit, der große Moment stand mir bevor.

> vi test.txt

Ich tippte brav die Buchstabe "i", einige weitere Buchstaben und die Escape-Taste folgten. Dann die Kombination "wq!" und schon erschien der Prompt wieder. Ich war so froh und stolz den ersten Kampf ohne nennenswerter Verluste überlebt zu haben. Einige weitere Fingerübungen später dachte ich, das ist doch nichts, weshalb die ganze Aufgregung. Ich wagte mich an die "echten" Dateien und öffnete übermutig und hoffnungsvoll eine davon. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich später herausstellte.

Ich weiss nicht wie es passiert ist, aber irgendwie habe ich die Caps-Lock Taste erwischt. Als Ergebnis habe ich diverse Zeilen einer großen Datei beim Versuch den Kursor zu bewegen zusammengefügt. Bei einem weiteren Versuch meinen Fehler zu bereinigen (Panik! Hilfe!!) verschwanden einige weitere Zeilen, ich schaffte ein Kommando x-fach auszuführen (eine nette Funktion, die ich später sehr mochte) und natürlich was am Ende zu machen? Wie in der Übung ... "wq!", speichern und den Editor ohne Nachfrage beenden. Was unter Unix weg ist, ist weg ... Ein sehr gründliches Betriebssystem, geschweige das Filesystem ...

Ich habe diese Software an diesem Tag gehasst. Ich habe es verflucht.

Nun, so fing es an. In den Folgewochen lernte ich die Grundkommandos, nahm es mir vor besser aufzupassen und die unlimitierte Undo-Funktion regelmässiger zu nutzen. Sicher ist sicher ... Mit der Zeit entspannte ich mich und probierte mehr und mehr. Erstaunlicherweise, sobald die erste Blockade überwunden war lernte ich ständig neue Befehle und neue Kombinationen. Es fing an Spaß zu machen. Was mich am meisten erstaunte war die Geschwindigkeit. Es schien so, als ob nur meine Tippgeschwindigkeit der Software Grenzen setzen konnte. Rund 30 Dateien mit etlichen MB an Code aufzumachen und in allen Dateien eine bestimmte Zeile finden und verändert vervielrfachen, dabei volle Kontrolle darüber behalten was man tut ... kein Problem, es ging in Sekundenschnelle. Die Buchstaben brennten sich in mein Bewusstsein und es schien mir, als ob ich blind die Dateien bearbeiten konnte.

[vi man!]Ich war dem Monster "We-Eeei" verfallen ...

Diese Begeisterung hielt mich auch später davon ab mit Emacs zu arbeiten. Für mich war mein "We-Eei" ein Highlander. Und bekanntlich kann es nur einen davon geben. Ein Shell unter den Editoren, ein Ferrari der Produktivität. In der Firma teilten wir uns in zwei Fraktionen auf, die Emacs- (Lisp-Erweiterungsfanatiker) und die VI-Ecke ... Es gab Sonderlinge, die Joe oder (ich will es gar nicht erwähnen, P.... pfui ...) bevorzugten, aber ich blieb dem VI über die Jahre treu. Und tippte auch Jahre später in Gedanken versunken all zu oft in Word oder Visual Studio die berüchtigte Kombination "wq!". ;-)

Nun, zurück zur Nachricht. Kurz und prägnant: "Vim 7.0 is out!" [1]. Wer bisher noch kein Interesse zeigt diesen Editor zu probieren, hier einige weitere Fakten:

"... Vim is a highly configurable text editor built to enable efficient text editing. It is an improved version of the vi editor distributed with most UNIX systems. Vim is often called a "programmer's editor," and so useful for programming that many consider it an entire IDE. It's not just for programmers, though. Vim is perfect for all kinds of text editing, from composing email to editing configuration files. ... The long story is that, even though Vi is somewhat awkward to use at first, it enables fast, simple, and effective editing once you get the hang of it. A key concept in Vi is combining a certain action (delete, copy to buffer, capitalize, etc.) with a movement (go to line 25, go to end of document, go to next occurrence of "foo," go to 2nd occurrence of character "x" in this line, etc.). The action is performed on all lines or characters between the current cursor position and the destination cursor position. Vi is extremely powerful in moving around within (or between) files..."

Hier eine ausführliche Anleitung [2]... Da wäre noch die Geschichte von LaTeX, aber die spare ich mir für später auf. ;-)

[1] http://www.vim.org/download.php
[2] http://thomer.com/vi/vi.html

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 Monday, May 08, 2006
Monday, May 08, 2006 10:58:42 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

SGI Octane WorkstationEines bin ich mir sicher ... Egal wie, wird einer der heutigen noch so coolen Hardware-Boliden nie erreichen, was Silicon Graphics aka SGI mal war. Zitrige Hände und Schweiß auf der Stirn bekamen die Geeks allein beim Gedanken eine dieser Maschinen zu sehen, geschweige denn damit arbeiten oder, einer Sünde gleich, sie sein eigen nennen zu dürfen. So groß war die gefühlsmäßige Furcht, die sich mit der verstandesmäßigen Hochachtung mischte und zur Ehrfurcht wurde, so heilig die Räume ... In den noch Mainframe-Zeiten war eine SGI der Inbegriff der Eleganz, Coolnes und roher Power. In 3D.

Gut, es ist fast 20 Jahre her und heute beeindruckt man nicht mehr so einfach. Aber auch heute kriege ich die Gänsehaut, wenn ich an eine der damaligen Workstations, an Indy und Indigo denke ... Nun, Commodity nennt man so etwas, die Grafik-Power fand den Weg ins Wohnzimmer und wurde günstig. Die Ehrfurcht verschwand. Die Legende blieb.

Leider geht es SGI nicht mehr so gut. Ich hoffe, die überstehen die Krise und finden einen eigenen Weg. Ich drücke ganz fest die Daumen!

[1] http://money.cnn.com/2006/05/08/technology/silicon.reut/

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 Monday, May 01, 2006
Monday, May 01, 2006 9:51:59 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Lange Zeit konnte ich Nürnberg nur noch mit Dornröschen vergleichen - eine fränkische Schönheit, eingeschlafen und friedlich, wartend. Jegliche Aktion in der Stadt wurde von den Bürgern bisher mit den Wörtern "oh, wie schee" oder "naa, bassd scho.." einfach hingenommen. Nicht so dieses Mal. Olaf Metzel, ein Münchner Christo-Nachahmer sprich Verkleidungskünstler, verkleidete mit seiner Stuhlskulptur "Auf Wiedersehen" (mit ausgemusterten Sitzen des Berliner Olympia-Stadions) ein Teil der Nürnberger Volksseele - den Schönen Brunnen am Hauptmarkt. Passend zur kommenden WM.

Und schon entbrannte eine Diskussion, gar ein Auffuhr der Bürger und eine Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst. Erhitzte Gemüter reagierten Prompt und beschuldigten die hiesige Lokalregierung, warfen ihr sogar den Verrat vor. Wütende Menge beklebte die Skulptur mit wütenden Kommentaren und Vorschlägen, was noch zu "verkleiden" wäre und zwar womit.

"... Der zwischen 1385 und 1396 entstandene Schöne Brunnen spiegelt mit seinen 40 allegorischen Figuren die geistige Welt des ausgehenden 14. Jahrhunderrts..."

GeMetzel am Hauptmarkt spiegelt die heutige. Heute ist Nürnberg nicht mehr still. Na also, es geht doch! Ein Besuch lohnt sich. ;-)

[1] http://rhein-zeitung.de/on/06/04/24/magazin/t/rzo240282.html?markup=rzo240282

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 Tuesday, April 11, 2006
Tuesday, April 11, 2006 7:45:43 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Titel: Mord im Pfarrhaus - KinoplakatJede Kleinstadt hat ihre Geheimnisse. Auch eine Namens "Little Wallop". In einem gemütlichen, kleinen Haus mitten in der schönsten ländlichen Idylle lebt die Familie Goodfellow. Mehr oder weniger glücklich, aber zurückhaltend und ernst. Zumindest solange bis die charmante und liebenswerte Haushälterin Grace nicht auftaucht ...

Ich ging mit gedämpfter Erwartung ins Kino, da ich die Kritiken vorher gelesen habe. In der Tat unterscheidet sich diese Kömodie von den üblichen leicht verdaulichen und meistens inhaltslosen Werke, die die Kinos derzeit überschwemmen. Der britische schwarze Humor ist was feines, auch wenn nicht jeder den Humor versteht oder gar witzig findet. Was ihn auszeichnet ist, dass er immer zu weit geht und das ist nicht jedermanns Sache. So auch in diesem Film ...

Ich fand es ganz toll! Es hat mir sehr gut gefallen. Und daher ...

Prädikat: Empfehlenswert! ;-)

[1] http://www.mordimpfarrhaus.film.de/

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 Monday, March 27, 2006
Monday, March 27, 2006 9:08:32 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Frank Prengel schrieb in seinem Blog [1] heute darüber ... Ich kann mich Frank nur anschließen und meinen persönlichen Dank und Achtung Stanislaw Lem [2], einem der bedeutensten Sci-Fi Autoren unserer Zeit, aussprechen. In meiner Kindheit war Stanislaw Lem neben Isaac Asimov und Carl Sagan derjenige, der für mich die Tür zur Faszination mit der Informationstechnologie eröffnete. Er hat unsere Zeit nachhaltig geprägt, mit ihm verlieren wir einen großen Denker. Stanislaw Lem verstarb heute in Krakau im Alter von 84 Jahren.

Obwohl ich stark hoffe, dass er sich in seiner negativen Einstellung [3] der heutigen und zukünftigen Welt gegenüber irrte, als er sagte "Die Steigerung der technischen Leistung gehe paradoxerweise mit einem Verfall der Phantasie und Intelligenz der Menschen einher", gebe ich zu seine Worte sehr ernst zu nehmen.

Vielleicht nicht unbedingt passend in diesem Zusammenhang zu erwähnen, aber mein Respekt dieser Aussage gegenüber ist genau der Grund weshalb ich als "Netizen" dennoch so stark an "Offline" Treffen glaube. An die Wichtigkeit eines Gesprächs zwischen den Menschen. Die vernetzte Welt ist eine neue, aufregende und in vielerlei Hinsicht besitzergreifende. Eine die verführt. Wir suchen lieber, als sich mit anderen zu unterhalten, über Meinungen nachzudenken und zu reflektieren. Es ist einfacher. Nicht unbedingt zielführend, nicht unbedingt bereichernd, aber weniger anstrengend. Dabei geht einiges verloren. Es ist unsere Aufgabe dagegen anzukämpfen. Und vielleicht ist es auch ein Teil der Erbschaft, die uns Stanislaw Lem hinterlassen hat.

Zur Person (aus Spiegel [4]):

"...Stanislaw Lem, 84, wurde als Sohn eines jüdischen Arztes im galizischen Lwow (Lemberg) geboren. Mit einem Intelligenzquotienten von 180 soll er das intelligenteste Kind Südpolens gewesen sein. Lem studierte Medizin, Physik, Biologie, Kosmologie und Philosophie. 2004 wurde er in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen "Sterntagebücher", "Robotermärchen", "Philosophie des Zufalls" und "Die Vergangenheit der Zukunft". Die Verfilmung seines Romans "Solaris" wurde ein Welterfolg..."

[1] http://blogs.msdn.com/frankpr/archive/2006/03/27/561990.aspx
[2] http://www.lem.pl/
[3] http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=2048&mode=print
[4] http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,400622,00.html
[5] http://www.heise.de/tp/r4/special/lem.html

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 Friday, November 11, 2005
Friday, November 11, 2005 11:33:45 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Jakob Nielsen, mein liebliengs Begleitkritiker seit den ersten Tagen des Internets, traut sich nun auch seine geschätzte Meinung zu den Blogs zu äussern - "Top Ten Blog Design Mistakes" [1]. Nun schauen wir mal. Wie immer, bin ich nur teilweise einverstanden.

  1. No Author Biographies
    ok! Find ich auch gut ...
  2. No Author Photo
    ok! Neugierig ist doch jeder ...
  3. Nondescript Posting Titles
    Fast ok! Manchmal ist weniger mehr...
  4. Links Don't Say Where They Go
    ok! Das ist wichtig. Daher die Links am Ende nochmal.
  5. Classic Hits are Buried
    ok! Hab ich auch darüber nachgedacht ...
  6. The Calendar is the Only Navigation
    ok! Wichtig.
  7. Irregular Publishing Frequency
    Ach nee ... a) it is just for fun b) wozu sind doch RSS reader gut ...
  8. Mixing Topics 
    Was ist die Alternative ... täglich grüßt das Murmeltier? Blog ist oft persönlicher als man denkt.
  9. Forgetting That You Write for Your Future Boss
    Hmmh ... Gefährlich ja, aber entscheidend? Nein. Die Bosse lernen auch mit.
  10. Having a Domain Name Owned by a Weblog Service
    Na gut, ist ganz nett ... aber den eigenen Blog verschieben klappt auch, wenn die Postings interessant genug sind. Siehe Scoble.

In diesem Fall muß ich sagen, Jakob schwächelt. Ein paar allgemeine Regel und bischen, hmmh, sagen wir mal konformistische Behauptungen. Ich hätte mir etwas mehr Nielsen erwünscht. So bleibt es beim Jakob.

[1] http://www.useit.com/alertbox/weblogs.html

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 Monday, August 08, 2005
Monday, August 08, 2005 1:25:21 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)
Ich trotze diesem Wetter, laufe im T-Shirt herum und werde hiermit auch eine Empfehlung für tropische Temperaturen abgeben, die leider im Moment in Deutschland nicht herrschen. Hier sind die drei besten Eis-Lokationen in Nürnberg:

* Platz 3: Café Roma

Mitten in der Nürnberger Innenstadt, direkt am Pegnitz gelegen. Gewöhnungsbedürftiges Personal und auch längere Wartezeiten sind im Kauf zu nehmen. Man wird aber durch leckere Früchteeis-Kreationen für die ganzen Mühen belohnt. Dazu liefert Roma auch recht vernünftiges Espresso auf einer wunderschönen Terasse. Wenig bekannt ist auch das reichhaltige Angebot an heisser Schokolade.

Café Roma
Restaurant / Eisdiele / Pizzeria
Plobenhofstr. 1
Tel. 0911 / 202 91 59

* Platz 2: Café D'AZUR

Mein Geheimtipp, wenn d'Azur geheim wäre. Ist es aber nicht und das ist auch gut so! Petra Albrecht und ihr Team verstehen was von ihrem Geschäft und verdienen die Aufmerksamkeit. Die besten Croissants in der Stadt und das leckerste Eis weit und breit. Ein Tipp: die eigene Kreation zusammenstellen, die Damen helfen gerne dabei. Sehr freundliche und zuvorkommende Bedienung. Obwohl recht originell französisch gehalten, sind die Besitzer waschechte Franken und können mit verdutzten Franzosen recht wenig anfangen. Man fühlt sich aber wirklich nach Nizza versetzt und kann im dazugehörigen Laden importierte Ware und Souveniers zu anständigen Preisen erwerben. Ein Besuch lohnt sich allemal. Vorsicht, Sonntags geschlossen.



Café D'AZUR
Café - Bar - Restaurant - Laden
Burgstr. 11, Nürnberg
Tel.: 0911 / 23 55 3 55
http://www.d-azur.de

Platz 1: Australian Homemade Chocolate

Ich bin subjektiv. Warum nicht d'Azur den ersten Platz belegt hat, liegt eindeutig an der "Belgian Chocolate", der Eis-Kreation aus dem Hause "Australian Homemade". Gerade am Wochenende habe ich die beste Beschreibung aus dem Munde eines Jungen gehört, der seine Eltern dazu überreden wollte: "Es ist richtig schokoladig und viel besser als die Schokolade!". Es ist ungemein lecker und, da ich solche Eissorten dem Früchteeis grundsätzlich bevorzuge, für mich ein subjektiver Platz 1. ;-)

Australian Homemade Chocolate
Galeria Kaufhof
Königstraße 42-52
Nürnberg

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 Wednesday, December 29, 2004
Wednesday, December 29, 2004 1:04:51 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

In Gespraechen mit den Freunden, die ihre Ferien in Asien verbringen und gluecklicherweise dem Tod entgehen konnten, habe ich erfahren, wie verzweifelt die Lage ist. Ich moechte meine tiefe Trauer und Verbundenheit allen aussprechen, die in dieser schrecklicher Tragoedie einen lieben Menschen oder ihr vertrautes Heim verloren haben. Ein unglaublich schmerzhafter Hinweis fuer die Menschheit: mit einem funktionierenden Warnsystem haette die Katastrophe verhindert werden koennen.

Es gibt so viele wichtige Aufgaben, die wir erledigen muessen, damit die Menschen auf dieser Erde gesuender, gluecklicher und sicherer leben koennen. Schaut euch dieses Video an und denkt darueber nach, vielleicht das Geld (oder zumindest ein Teil davon) fuer Geschenke dieses Jahr woanders zu investieren.

http://www.worldonfire.ca/

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 Thursday, December 23, 2004
Thursday, December 23, 2004 4:00:58 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)
In der Weihnachtshauptstadt Nämberch ist die Jagdsaison für Konsumfreudige schon längst offiziell eröffnet. Wie Weihnachtshauptstadt? Na ja, so mim Christkindl und mim Christkindlmarkt und mim Glühwein und so. Weihnachtsbeleuchtung wohin man nur schaut, vom Glockenspiel begleitete Weihnachtsmusik überall.
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 Tuesday, December 21, 2004
Tuesday, December 21, 2004 1:26:24 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)
Die Tage sind kürzer geworden... Ist zwar richtig, aber kein Grund. Dafür dass ich so wenig gepostet habe. Der eigentliche Grund ist wesentlicher. Das neue Jahr steht bevor, einige Termine bereits seit langem und daher dürfte ich planen, besprechen, entscheiden... Das tat ich und nun darf ich mich für einige Zeit abmelden und meinen wohlverdienten Urlaub geniesen.
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 Saturday, November 13, 2004
Saturday, November 13, 2004 10:07:41 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Mal zur Abwechslung was anderes. Vor einiger Zeit stürmte Dan Brown mit einem spektakulären Erfolg nach Erscheinen seines Krimis "The Da Vinci Code" [1] die Bestsellerlisten weltweit. Wie immer muss man vorsichtig sein, nicht jeder Megaseller überzeugt durch Qualität (sorry Dieter...). Nicht so in diesem Fall. Ein Thriller, der Spannung mit einem ungeheuer breiten historischen Wissen verknüpft. Für mich persönlich eine Menge Gründe dieses Buch zu lesen: alles beginnt in Paris, es geht um die Kunstgeschichte, die Archäologie und die Religionswissenschaft (die Kirche muss sich erneut warm anziehen), ein geheimer Code soll geknackt und Geheimnise und Rätsel aufgedeckt werden. Eine Verschlüsselung der Verschlüsselung.

Absolut empfehlenswert! ;-)

[1] http://www.danbrown.com/novels/davinci_code/reviews.html
[2] "Uncover The Code Contest" http://www.randomhouse.com/doubleday/davinci/

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 Sunday, October 17, 2004
Sunday, October 17, 2004 8:42:54 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

First news first ... Uwe is inside out now. ;-)
 
Und schon einer der ersten Postings behandelt genau das Thema, das mich auch vor einiger Zeit beschäftigt hat. Der Auslöser waren einige Interessenten, die mir diverse Fragen zu Microsoft .NET, unserer "closed source" Software und zu den Gefahren rund um das Windows Betriebssystem gestellt haben. Aufgrund der ähnlichen Erfahrung kann ich seine Worte nur bestätigen. Wir haben uns in München vor einigen Tagen auch darüber unterhalten. Meine ergänzende Meinung aus diesem Gespräch möchte ich nun kurz erläutern. Eines vorweg - das Thema ist sehr breit, man vergleicht gerne Äpfel mit Birnen und tendiert leicht dazu die Bösen und die Guten zu identifizieren. So einfach ist es wirklich nicht. Mir geht es hier nicht darum, diesen Weg zu bestreiten. Vielmehr fokusiere ich eine konkrete Fragestellung: die Suche nach dem heiligen Gral der Sicherheit eines Systems. Dazugehörige Legenden und Mythen aber auch. 

Nicht immer falsch, jedoch sehr oft und zuletzt immer öfter, werden so einfache Aussagen zur Wahrheit und zu festen Grundsätzen einer Philosophie. Eine davon betrifft die Sicherheit eines Systems und lautet: "Open Source Code ist sicher, weil Code offen ist, Closed Source Code ist unsicher, weil Code nicht offen ist".

An sich verständlich. Nur leider falsch. Die Tautologen mögen mir verzeihen, hier greiffen ihre Regeln aber nicht. Die Einfachheit dieser Aussage verbirgt so viele Gefahren. Denn, die Sicherheit hat wenig mit "Closed" oder "Open" zu tun. Dafür sehr viel mit dem Code. Siehe hierzu: Die Angst eines Luftkissens vor der Nadel "All Input is Evil"!

Nun, was tun? Den Aussagen auf den Grund gehen oder einfach glauben?

Wie viele andere Sachen im Leben, eignet sich die Software-Entwicklung (als Prozess) sowie die eigentliche Software (als ein wichtiger Teil der Magie, die Maschinen zum Leben erweckt) bestens für den Aufbau einer Gemeinschaft der Gläubigen. Menschen, die keine Hintergründe erfahren brauchen, die keinerlei Interesse an Beweisführung pflegen und liebend gerne das Wort zum Sonntag verbreiten möchten. Manch einer bezeichnet die Aussagen als Legenden, die Gläubigen würden lieber von der ultimativen Wahrheit sprechen. Natürlich gehören die Prediger und Prister genauso gut wie die heiligen Bücher dazu. Ob wir hier über die Kirche, dem örtlichen Schützenverein oder über eine technologische Gemeinschaft sprechen, spielt eigentlich keine Rolle. Die Regel sind die gleichen, die Anzahl der Mitglieder vom Fall zu Fall unterschiedlich.

Wie kommt es dazu? Man versteht z.B. etwas nicht, aus diesem oder jenem Grunde. Eines Tages erscheint die Antwort im Form eines eigenen Geistesblitzes oder Dank fremder Hilfe. "Verdammt, ich hab's!" würden die Stundenten schreien, die Gläubigen pflegen eher von der "Erleuchtung" zu sprechen. Zum Teil froh endlich die Botschaft verstanden zu haben, zum Teil auch stolz einer Gruppe gleichdenkender Menschen zu gehören, verbreiten diese Menschen hochmotiviert das (un)geschriebene Wort mit dem Eifer eines jungen Bullen.

Aber stimmt es eigentlich, was man nun zu verstehen glaubt? Oder ist man einer bösen Falle der retorischen und literarischen Götter zum Opfer gefallen? Mehr darüber hoffentlich (aufgrund diverser Termine) bald ;-)

Bis dahin einige Buchempfehlungen:

  

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 Thursday, June 10, 2004
Thursday, June 10, 2004 12:17:12 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

Ich lief hochrot an und wäre vor Scham am liebsten in den Boden versunken. Was in meinem Kopf damals vorging, möge ewig verborgen bleiben. Den unvergesslichen Anfang meiner beruflichen Laufbahn verdanke ich einer gramatikalischen Panne: "It could be, must aber nicht!". Autsch! Das tat weh. Die Sprachen vermengten sich in meinem Kopf, eine neue Struktur entstand. Inzwischen als eine gängige Bezeichnung für offene Angebote verwendet, begleitet mich diese Panne seit vielen Jahren.

Was damals noch als niedlicher Ausrutscher galt, gehört heute zur Tagesordnung. "That's the jumping point!", behauptete aufgeregt eine deutschsprachige Kollegin in einem Sprachkurs. Das war der Anfang. Die Blüten der New Economy gesammelt unter dem Namen "Denglisch" waren die wahren Nachfolger. Nun verändert das amerikanische Englisch endgültig die deutsche Sprache. Nicht nur reflexive Werben seien zu umständlich (aus "sich an etwas erinnern" wird kurzerhand "etwas erinnern!"), auch die Syntax deutscher Sätze weicht den einfachen amerikanisierten Strukturen.

Nein, mein lieber Zwiebelfisch! Ich bin kein Vorreiter. Kaum der deutschen Sprache mächtig geworden, weigere ich mich dem Trend zu folgen. Jedem steht es frei, sich seine Worte und seine Syntax selbst zu wählen. Fragwürdige Phrasen wie "das macht Sinn" (statt "das ist sinnvoll"), "ich denke" (statt "ich meine", "ich glaube), "nicht wirklich" (statt "eigentlich nicht") und "einmal mehr" (statt "wieder einmal") gelten als zweite, gar dritte Wahl. Die Sprache der Dichter und Denker hat mehr zu bieten. Vorläufig noch.

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 Sunday, May 16, 2004
Sunday, May 16, 2004 8:16:28 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)

A day of mixed emotions! Quelle connerie!! I was really disappointed yesterday. The name of the contest has changed from "Grand Prix Eurovision de la chanson" [1] into "Eurovision Song Contest" ... Pourquoi cela??? It sounds much better in french.  I grow up with this contest, learned the first sentences in forein languages like "...France... twelve points, la France douze points!!!" and "...here are the votes of our jury...". This is coool! More than 250.000.000 people watch this show each year. 36 "étoiles" de différentes cultures et religions se réuniront en mai sous un même "ciel" afin de s'affronter pour le Grand Prix de l'Eurovision. Changing the name of this contest should be prohibited by the international law. This is a crime!! Voilà!

What about the results? .... Hmmh, sex sells ... Ruslana looks much better than Xena in the same robe, but we shouldn't talk about her song. Anyway, my favourite song is written by Stefan Raab and performed by Max for Germany.

As you may notice, I was dissappointed. But today, Wes [2] solved my last problem with Notepad2. Great... YES!  I am feeling good again. ;-)

ps. Neno Loje [3] provides a huge set of information on No-Touch Deployment. Nice.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Prix_Eurovision_de_la_Chanson
[2] http://weblogs.asp.net/whaggard/archive/2004/05/14/132229.aspx
[3] http://dotnetjunkies.com/WebLog/nenoloje/archive/2004/05/16/13733.aspx

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